Die verwirrende Vielfalt der DSL Tarife hat in den letzten Jahren zwar spürbar abgenommen, jedoch wechseln die DSL Anbieter oftmals im Monatswechsel ihre Tarifmodelle. Ein DSL Vergleich wird dadurch zur zeitraubenden Angelegenheit. Zudem ist das Kleingedruckte vieler Angebote nicht zu unterschätzen - häufig beträgt die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate und verlängert sich automatisch, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Während früher noch Zeit- und Volumentarife dominierten, ist im Tarifdschungel heute fast ausschließlich die DSL Flatrate anzutreffen. Vorteil: Der Kunde braucht sich keine Gedanken mehr über verbrauchte Zeit oder Volumen zu machen. Zu einem festen Pauschalbeitrag liefert die Flatrate das Internet nach Hause. Die derzeit üblichen Doppel-Flatrates ermöglichen zudem kostenlose Telefonate ins deutsche Festnetz. Das Telefon wird dabei meist direkt an den DSL Router angeschlossen und die Gespräche werden über Voice over IP realisiert.

Die monatlichen Einmalgebühren haben aber auch Nachteile: Wenigsurfer zahlen mehr als notwendig, da sie monatlich einen Pauschalbetrag entrichten müssen, den sie mitunter kaum ausnutzen. Das eigene Nutzungsverhalten spielt damit für die anfallenden Internetkosten keine Rolle mehr. Dennoch gibt es an anderer Stelle weiterhin die Möglichkeit, ein paar Euro im Monat zu sparen. So können Wenignutzer beispielsweise bei Bestellung des DSL Anschlusses die kleinste verfügbare Bandbreite – in der Regel DSL 2000 oder DSL 6000 - auswählen und von der niedrigeren Grundgebühr profitieren.

Bei Wohnhäusern mit mehreren miteinander bekannten Mietparteien kann zudem versucht werden, eine Nutzungsgemeinschaft zu begründen. Per WLAN Funknetzwerk teilen sich dann mehrere Mieter einen DSL Anschluss und die damit verbundenen Kosten. Der notwendige WLAN Router muss dafür jedoch über eine vergleichsweise starke Sendeleistung verfügen und der DSL Anschluss sollte die höchstmöglich verfügbare Bandbreite – also idealerweise DSL 16000 – aufweisen. Auch dürfen keine baulichen Funksperren wie etwa Stahlbetonwände den Empfang behindern. Daher gilt: Vorher die Empfangsstärke eines bestehenden WLAN Netzwerkes der Nachbarn in der eigenen Wohnung testen.