Trotz aller Zuwächse wird mobiles Internet bisher nur von einer Minderheit der Handybesitzer genutzt. Auch von unterwegs jederzeit auf diverse Onlineinhalte zuzugreifen, das wird durch mobiles Internet ermöglich. So kann der Nutzer eines modernen UMTS Handys beispielsweise überall seine E-Mails lesen, Routenplaner aufrufen, Zugtickets buchen oder auch nur zum Spaß im Netz surfen – ähnlich wie Zuhause am PC.

Die Anfänge des mobilen Internets wurden hingegen noch durch die beschränkten Möglichkeiten der ersten Mobilfunkstandards bestimmt und waren noch weit von den heutigen Geschwindigkeiten bis 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) mit UMTS entfernt. Das sogenannte Wireless Application Protocol (WAP) sorgte dabei ab 1997 für eine Verfügbarkeit von Internetinhalten für die langsamen Übertragungsmöglichkeiten von GMS und GPRS. Speziell auf die geringe Größe von Handydisplays abgestimmte Internetseiten in dürftiger grafischer Qualität machten dabei den Anfang. Zwei Jahre später vervielfachte sich zwar mit dem WAP 1.1 Standard die Zahl an Endgeräten mit WAP Browser sichtlich und auch mit der Weiterentwicklung WAP 1.2 setzte sich dieser Trend fort. Aber erst durch WAP 2.0 und UMTS ist mobiles Internet erheblich komfortabler und alltagstauglich geworden.

Der aktuelle WAP 2.0 Standard stellt erstmals weitgehend die Kompatibilität zu normalen Internetseiten her – ohne umständliche Anpassungen. Neue Handygeräte, wie das iPhone von Apple (in Deutschland nur bei T-Mobile) oder ähnliche Modelle anderer Hersteller, machen das mobile Surfen zu einem Vergnügen. Internetseiten erscheinen in ihrer gewohnten Form und Farbe und unterscheiden sich damit nur in der Größe von der Darstellung am heimischen Computer.

Zudem existieren mit EDGE und UMTS nun auch schnellere Übertragungsstandards als in den Anfangstagen des mobilen Internets. Die scherzhafte Übersetzung von WAP mit „Wait And Pay“ ist damit endlich Vergangenheit. Auch die lange Zeit recht hohen Kosten für mobiles Internet – besonders bei intensiver Nutzung – haben an Schärfe verloren. Mittlerweile gibt es verschiedene UMTS Flatrate Angebote für mobiles Internet, die in einem bezahlbaren Rahmen bleiben.