Der für den Mobilfunk entwickelte Standard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) rückt über mobiles Internet verstärkt als Alternative für DSL in den Fokus der Öffentlichkeit. Durch die großflächige UMTS-Versorgung der Mobilfunk-Unternehmen freuen sich nicht ausschließlich Ballungsgebiete über Netzverfügbarkeit, sondern auch ländliche Gebiete über mittlerweile gute Konnektivität.
Während UMTS bei Marktstart lediglich Übertragungsraten von 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) im Downstream und 64 kbit/s im Upstream erlaubte, sind mittlerweile Download-Bandbreiten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) keine Seltenheit mehr. Nicht alle Netzbetreiber bieten jedoch die volle UMTS Geschwindigkeit. So kommt E-Plus über die Übertragungsraten der Anfangstage bisher nicht hinaus. Konkurrent o2 hingegen hat immerhin 3,6 Mbit/s zu bieten. Nur T-Mobile und Vodafone nutzen die maximale Bandbreite von 7,2 Mbit/s.
Wie schnell die Zugänge im Endeffekt wirklich sind, hängt auf der einen Seite von den Providern, auf der anderen Seite von den örtlichen Gegebenheiten beim Kunden ab. Wie bei jeder Funktechnik ist die Leistungsfähigkeit von UMTS stark von der Entfernung zur Funkzelle, den Wetterbedingungen (Regentropfen streuen beispielsweise die Funkwellen) und der Objektdichte (viele Bäume oder Häuser äußern sich negativ auf Verbindung) abhängig.
Ist die Verbindung weitgehend stabil, eignet sich UMTS durchaus als Alternative zu DSL oder Kabelanschlüssen. Insbesondere bei eingeschränkter DSL Verfügbarkeit ist der schnelle Mobilfunkstandard oft ein adäquater Ersatz. Auch preislich hat der harte Konkurrenzkampf vieler Provider für Entspannung gesorgt. Ein großer Makel bleibt jedoch: So drosseln alle Anbieter von UMTS Flatrates die erreichbare Maximalgeschwindigkeit ab einem verbrauchtem Datenvolumen von fünf Gigabyte im Monat auf ISDN / GPRS-Niveau herunter. Während Handy- und Wenigsurfer damit keine Probleme haben sollten, müssen sich Vielsurfer mit Notebook etwas einschränken.